Kurzarbeit in der Corona-Krise

Achtung!  
Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor beispiellose Herausforderungen. Um in der Krise Arbeitsplätze zu erhalten, hat die Bundesregierung das Beschäftigungssicherungsgesetz beschlossen.

Für Beschäftigte und Unternehmen bedeutet das, dass folgende Bestimmungen bis zum 31. Dezember 2021 verlängert werden:

  • Das Kurzarbeitergeld wird für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist, auf 70/77 Prozent ab dem vierten Monat und 80/87 Prozent ab dem siebten Monat erhöht.

  • Einkommen aus einer während der Kurzarbeit aufgenommenen geringfügig entlohnten Beschäftigung bleiben anrechnungsfrei.

  • Zeitgleich zum Beschäftigungssicherungsgesetz legte das Kabinett auch den Entwurf einer Ersten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung sowie den Entwurf einer Zweiten Verordnung über die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld vor. Das Gesetz und die beiden Verordnungen sollen am 1. Januar 2021 in Kraft treten, das Gesetz wird zuvor noch den parlamentarischen Weg passieren.

  • Im Hilfspaket vom März 2020 hatte die Bundesregierung Lockerungen bei den Voraussetzungen von Kurzarbeit beschlossen. So müssen nur 10 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb von Kurzarbeit betroffen sein statt bislang ein Drittel. Kurzarbeitergeld gibt es – auch das ist anders als in „normalen Zeiten“ – ebenso für Leiharbeitnehmer*innen. Zudem wird nicht mehr vorausgesetzt, dass zuvor Arbeitszeitkonten ausgeglichen werden. Diese Maßnahmen werden für Betriebe bis zum 31. Dezember 2021 verlängert, wenn sie bis zum 31. März 2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben.

  • Die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld wird für Betriebe, die mit der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 begonnen haben, auf bis zu 24 Monate verlängert, längstens aber bis zum 31. Dezember 2021. Die Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit werden bis zum 30. Juni 2021 vollständig erstattet. Vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 zu 50 Prozent, wenn mit der Kurzarbeit bis 30. Juni 2021 begonnen wurde.


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