Fachgruppe Wach- und Sicherheitsdienste Berlin-Brandenburg

2. Verhandlungsrunde – Tarifabschluss trotz schwieriger Rahmenbedingungen …

Wach- und Sicherheitsdienste Berlin-Brandenburg

2. Verhandlungsrunde – Tarifabschluss trotz schwieriger Rahmenbedingungen erreicht

WaSi-Schild wizdan/123RF Wach- und Sicherheitsdienste

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

nach harten Verhandlungen mit dem BDSW konnte in den Abendstunden des 27.10.2020 ein Entgeltergebnis erreicht werden.

Im Rahmen der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, kann sich der Abschluss sehen lassen. Im Kern:

  • Entgelterhöhungen in zwei Jahren im allgemeinen Teil zwischen 3,49% in der EG 5 (Meister) und in der Spitze 6,07% (in der EG 1)
  • Erweiterung des Nachtzuschlags zum 1.1.2021 auf 22 Uhr bis 6 Uhr (bisher 23 Uhr)
  • Erhöhung der Zulagen für Beschäftigte an Bundesbehörden
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütung in Höhe von insgesamt 100,00 €
  • Übernahme der Fahrtkosten für Azubis im ÖPNV des VBB
  • Reduzierung der Arbeitszeit in den Gehaltsgruppen von 173 auf 168 Stunden bei vollem Entgeltausgleich
  • Entgelterhöhungen in den Anhängen Kerntechnische Anlagen, Militärische Anlagen und Liegenschaften, Amerikanische Botschaften und Konsulate (Detailinformationen folgen)
  • Erhöhungen immer jeweils zum 1.1.2021 und 1.1.2022
  • Laufzeit 24 Monate, kündbar zum 31.12.2022


Dazu konnten wir folgendes abwehren:

  • Eingriff in die Tarifansprüche von Beschäftigen die unter Vergabemindestlöhne fallen
  •  Neue Entgeltgruppe für Veranstaltungsdienste mit Nullrunden


Für Unternehmen, die überwiegend im Veranstaltungsdienst tätig sind, gibt es die Möglichkeit ergänzender Haustarifverträge zur Verschiebung der Erhöhungszeitpunkte nach hinten. Allerdings werden wir die wirtschaftliche Notwendigkeit entsprechend prüfen. Außerdem wird es noch redaktionelle Klarstellungen geben, um eine missbräuchliche Auslegung des Tarifvertrages wie bei Pausenzeiten zukünftig nicht mehr zu ermöglichen.

Der Abschluss steht unter einer Erklärungsfrist bis zum 20.11.2020.

Benjamin Roscher – Verhandlungsführer